Heimatkreis Plan-Weseritz e.V.
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Hetschigau








Hetschigau war ein U-förmig angelegtes Straßendorf und gehörte mit den Orten Punnau, Untergramling, Hollowing, Michelsberg, Pistau, Waschagrün, und Wischkowitz zum Besitz und der Herrschaft Kuttenplan. Es liegt ungefähr 650m ü.d. Meeresspiegel und 20,7km südöstlich von Marienbad. Den Gründungs- und Besiedlungszeitraum des Ortes Hetschigau würde ich ungefähr anhand der Entstehung der Herrschaft Kuttenplan in das 13. bis 14. Jahrhundert datieren. Das kulturelle und geistige Zentrum der Region war das Prämonstratenserkloster Tepl.   
Im Jahre 1930 hatte Hetschigau 280 Einwohner, heute gehört es zu den „verlassenen“ Orten im Egerland mit maximal 20 Einwohnern. 
Eine Besonderheit in der Region sind die sogenannten „Säuerlinge“, saure Quellen, Heilwasser, die häufig aus dem Boden austreten und natürlich in den Kurbädern von Marienbad, Franzensbad, Karlsbad und Konstantinsbad zu Ruf und Wohlstand geführt haben.
Im Umfeld des Ortes ist in geringem Maße Glimmer obertägig abgebaut worden
In Hetschigau gab es 1920 bereits eine örtliche Wasserversorgung mit Reservoir. Fragmente davon waren in den 1980-er Jahren noch zu erkennen. Drei kleine Teiche mit Fischen und zum Baden für die Dorfkinder, einen Kaufmann und ein Wirtshaus, Kapelle, Kriegerdenkmal und eine Volksschule, deren deutsche Beschriftung man noch in den 1980-er Jahren deutlich lesen konnte, bildeten die geografische Mitte und komplettierten die dörfliche Einheit.
Kirche, Pfarramt und Friedhof für die Hetschigauer befanden sich in Punnau, das Gymnasium in Plan und der Bahnhof in Kuttenplan.
In Punnau wurden bis zur Vertreibung der Einwohner die Kirchenregister geführt.
Die Vertriebenen aus Hetschigau kamen zuerst in das Sammellager nach Kuttenplan und von dort nach Bayern und Hessen (Westzone) sowie nach Sachsen, Thüringen und Sachsen- Anhalt (Ostzone).
Kirche und Friedhof in Punnau sind heute zerfallen bzw. beseitigt, das Kirchenregister befindet sich  im Archiv in Pilsen.
Seit 2012 ist die Punnauer Friedhofskapelle wieder saniert, an der Kirche findet mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union eine Notsicherung statt.

Dr. Reinhard Böhm


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