Heimatkreis Plan-Weseritz e.V.
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Waschagrün


 
Waschagrün liegt mit 610 m ü.M. an der höchsten Stelle der Straße Michelsberg -  Plan, und zwar vor der Straßengabel, deren nördlicher Teil nach Kuttenplan führt. Gesamtfläche 460 ha. Post, Schule, Kirche und Standesamt in Michelsberg, Bahnstation Kuttenplan.
Gründungszeit und Name gehen auf den ersten Ansiedler „Weische“ zurück. 1415 wurde der Ort noch als „Weyschengrün“  bezeichnet. Waschagrün war alter Rittersitz. Ein Ritter von Waschagrün  (Wisskowic, in deutschen Quellen Weyschengrün)  war 1251 der Herrschaft Plan erbuntertan. Nach mündlicher Überlieferung soll das Schloss an der Stelle des jetzigen Bauernhofes Nr. 26 gestanden sein.  1415 war Waschagrün  Besitz „derer von Seeberg“. Es gehörte zu den Dörfern, die die Brüder Ernst und Sebastian von Seeberg an Graf Stefan Schlick im Jahre 1517 verkauften. 1638 war der Ort nach Ottenreuth eingepfarrt. Dann kam er zu Michelsberg. Nach dem Dreißigjährigen Kriege war Waschagrün fast ausgestorben. Was nicht Opfer der Kriegshandlungen und –gräuel  geworden war, war abgewandert, hauptsächlich ins Saazer Land und in die Oberpfalz. In einem Bericht von 1667 heißt es, dass  „nachdem die schwedische Armada alles verheert und die armen Leute in grundt verdörbet hatten, es ihnen nicht mehr möglich war, die verwüsteten Höfe wieder instand zu setzen, armut halber wurden selbe verlassen und der gnädigen Obrigkeit anhaim gegeben“.
Erste Hilfe kam den zurückgebliebenen Waschagrünern von Neustadt an der Waldnaab in Bayern. Die Wiederbesiedlung dürfte besonders von der Pfalz aus erfolgt sein, und zwar in kürzester Zeit, denn schon im Jahre 1685 werden ein Hans Eberl als Dorfrichter und Johann Wiederer als Geschworener in der amtlichen Liste des Planer Oberamtes erwähnt.
Die Robotleistungen des kleinen Dorfes waren hoch. Nach dem Planer Schlossurbar vom Jahre 1641 hatten 22 Bauern zur Herrschaft Plan zu leisten: an Geld jährlich 56 fl. 9 kr.2 Den., an Arbeit: 44 ½ Tage ackern, 45 ½ Tage schneiden und 39 Tage mähen. Für die Heumahd erhielten die Bauern 36 Groschen, für die Grummetmahd 1 Sch. 36 Gr. Oder 1  fl. 52 kr. Das Heu von der Wiesen „über dem Bergwerk“ hatten die Waschagrüner in die Schafhütte nach Thein zu fahren.

Im Juni 1916 wurde auf der Höhe zwischen Kuttenplan und Waschagrün in einem früher bestandenen und aufgelassenen Silberbergwerk der Betrieb wieder aufgenommen. Der Abbau soll sich auch bezahlt gemacht haben. Angeblich hatte das Erz 1,2 bis 6,7 Prozent Silbergehalt. Als die Amerikaner gegen Ende des Zweite Weltkrieges die Grenze Bayerns gegen Böhmen überschritten hatten, lag auch Waschagrün vom Nachmittag des 5. Mai bis zum Morgen des 6. Mai (1945) unter Artilleriebeschuss. Dabei brannten zwei Scheunen ab. Ansonsten war der Schaden gering.

Entwicklung des Ortes:
Jahr
Häuser
Einwohner
178830?
188437214
189639218
192640216
194639173

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